Güterstraße 3

G3

Unser Leben am Bahnhof

Wir alle haben Wünsche, Träume und Sehnsüchte. Jeder hat seine eigene Vorstellung vom Leben. Für manche von uns sind einige Dinge zur Selbstverständlichkeit geworden z. B. ein Zuhause, ein gefüllter Kühlschrank, warmes Wasser. Aber was passiert, wenn man eines Tages aufwacht und nichts mehr hat?
Wir möchten euch Geschichten mitten aus dem Leben erzählen. Von Menschen, die alles verloren haben. Von Menschen, die es geschafft haben sich wieder hochzuarbeiten und von Menschen, die noch dafür kämpfen.

Woher kommt der Name G3?

©TiMMi ToHelp

Hinter dem Leipziger Bahnhof, befindet sich eine fast vergessene Welt. Die wenigsten kennen diesen Ort oder waren schon einmal dort. Ein paar Meter weiter vorne beherrschen Lärm, Menschenmassen, Autos und Bahnen den Alltag, hier herrscht Stille. Ein wunderschönes Fleckchen Natur mitten in Leipzig. Keine Autos, keine Bahnen… Nur die Natur und ihre Bewohner. Eingefallene Häuser, ein kleiner sauberer Bach, hohes Gras und Bäume, dazwischen die Güterstraße 3. Von den Bewohnern „G3“ genannt.


Wo einst der alte Güterbahnhof war, haben sich über 80 Menschen niedergelassen, die hier Schutz in den eingefallenen Häusern gefunden haben. Da das Gebiet verkauft wurde, soll nun alles komplett niedergerissen werden und ein neuer Stadtteil entstehen. Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Kitas, Schule und Weiteres. Dadurch werden die jetzigen Bewohner ihr Zuhause verlieren. Alte, Kranke, Junge – alle Menschen, die hier ihr Zuhause gefunden haben, werden verlieren, was sie sich so mühsam aufgebaut haben

Unsere Helfer Alex und Jörg begleiten diese Menschen und machen auf diverse Problematiken aufmerksam. Gemeinsam mit den Menschen möchten wir euch die verschiedenen Fassetten des Lebens am Bahnhof zeigen und den Bewohnern eine Plattform bieten, um gehört zu werden.